Dienstag, 7. Juni 2016

Einsamer Rauschberg

Griaß Eich Beinand,
Nachdem das Wetter doch mal wieder etwas einsehen mit uns hat, ging's auch heute zwischen den Arbeitszeiten in die Berge.
Ich suchte etwas nicht all zu langes, mit großartiger Aussicht und mit "wildem Flair ", fündig wurde ich in den Östlichen Chiemgauern......





Eines gleich vorweg, will man einen der Besten Aussichtsberge mit Bahnerschließung ersteigen und liebt eher die Einsamkeit wie ich, sollte man 3 Dinge beachten: Einen Werktag, früh aufbrechen und einsame Wege. Beachtet man diese § Stichpunkte, stehen die Chancen gut einen genialen Bergtag zu erleben....

Start war um 7 Uhr am kostenfreien Parkplatz Ramsler, gegenüber des Champingplatzes.....
Vom Parkplatz ging es gleich entlang des Waldes.....
... bis zu einem Wegweiser. Hier biegt man links ab und folgt dem Weg...


...der durch die starken Regenfälle der letzten Tage mehr als Flusslauf erscheint als Wanderweg.







Am Rande kann man etwas gut dem Wasser ausweichen, und so gelange ich nach etlichen Gehminuten an einen weitern Schilderbaum. Hier wird rechts abgebogen ....
... und dem anfangs noch breiten Weg gefolgt bis sich....









...dieser in einen Steig verengt.








Es geht in gemütlicher Steigung bergauf.
Bis ich auf einen weiteren Wegweiser treffe. Hier folge ich dem Steig weiter Richtung Süden: Dem Hutzenauersteig.








Anfangs gemütlich aufwärts schlängelt sich der Pfad am Berg entlang bis....
Blick zum Unternberg und Durlachkopf


... die erste Schuttreiße erreicht ist. Über diese rasch hinüber....







..... folgt bald die zweite etwas größere. Der Steig ist gut gangbar und stellt nicht wirklich ein Problem dar, zumal sich immer im Hinterkopf behält etwas Wachsam zwecks Steinschlag zu sein !.







Als ich die Schuttreißen hinter mir gelassen habe, zieht auch der Steig leicht an. 
Er schmiegt sich abermals geschickt an den Berg, um immer in optimaler Steigung ..... 


...die Bergflanke zu queren, ehe es in....









... Serpentinen im Zick Zack .....



















..hinauf geht bis zu einem....









...Gedenkkreuz. Von diesem Standort hat man einen herrlichen Ausblick ins Tal ....
... und die benachbarte Bergwelt wie hier der Blick zum Dürnbachhorn....
Hier ging es herüber 










Der Steig zieht nun wieder entlang der Südflanke, und quert dabei vor allem diese....




... während sich das benachbarte Sonntagshorn im Steig von seiner rauen Seite zeigt....










Nicht all zu lang nach dem Gedenkkreuz verläuft der Steig in eine Forststraße, der ich....
...folge und an dieser Gabelung geradeaus....










...über die nächste Gabelung gerade drüber. Hier finden sich wieder eindeutige Steigspuren die mich.....
...vorbei an der Rauschberghütte....











...in den Kessel bringt.








Es geht nun hinauf über die steile Wiese.....











...während die klare Morgenluft erstklassige Ausblicke erlaubt.




Nun schlängelt sich der Pfad in etlichen Serpentinen auf einen Rücken.....


..... bevor es über ein steiles Wiesestückerl zum finalen Aufstieg geht.













Als ich dieses überwunden habe, gelange ich auf die Forststraße der ich ......











...hinüber folge zum .....



Vorderen Rauschberg 1645 m

Die klare Bergluft erlaubt wie schon erwähnt heute fantastische Ausblicke am Morgen.
Ich lasse mich zu einer kleinen Trinkpause nieder und genieße die absolute Bergeinsamkeit auf dem Seilbahngipfel :-)))


Sonntagshorn mit Kraxenbachtäler
Watzmann und Hochkalter
Loferer Steinberge
Hochgern und Hochfelln
Nach ca 10 minütiger Rast mache ich mich über den Trampelfad der Bahntouristen auf um vorbei.....
....an der Adamshand.....


zu den anderen Raschberggipfeln zu gelangen.


An einer Weggabelung steige ich etwas weglos über eine Wiese hinauf bis Steigspuren durch die Latschen zu erkennen sind......


....denen ich durch selbige kurzweilig hinauf folge um zum......






" Mittleren Rauschberg" zu gelangen.....





Von diesem hat man zu den beiden Rauschberggipfeln beste Sicht. Aber bevor es zu dem anderen Gipfel geht, muss ich noch schnell etwas auskundschaften: 
.....dafür geht es zu diesem etwas exponierten Latschenbuckel hinunter.....



...der sogar zum Schluss etwas Trittsicherheit verlangt....


Angekommen, betreibe ich meine "Forschungsarbeit" während.....


....sich der nächste Gipfel gegenüber von seiner rauen Flanke präsentiert.....








Auch der übernächste Gipfel zeigt sich bereits während dahinter das Berchtesgadener Land zu sehen ist.











Nun geht es zurück ......











...an der Alm vorbei.....
...um dann am gut planierten Wanderweg zum Sattel zu gelangen.










Hier führt dann der ausgewiesene Weg weiter......
......durch Latschen und über deren Wurzeln........


.....an der Bergbauhütte vorbei.....


...zum....

Hinteren Rauschberg 1671 m






Am Hinteren Rauschberg lasse ich mich etwas weiter westlich vom Gipfelkreuz nieder. Bei der schönen Aussicht und der absoluten Stille schmeckt die Brotzeit doppelt so gut...






Nachdem ich ausgiebig das Panorama und die Berchtesgadener Bergwelt sondiert hab, geht es wieder durch den Latschenverhau hinunter zum querenden Normalweg......



......über welchen es dann zurück in .....


...das Schärtchen geht. Eigentlich war ja mein Plan, weiter auf den Streicher zu gehn, aber der Tiefblick bei der Brotzeit hat mich umschwenken lassen....








So geht es in dem Schärtchen in die unbeschilderte Rossgasse hinab.
Anfangs weglos über steiles Wiesengelände.....









...wird schon bald aber eine Spur sichtbar, der ...




......anfangs etwas oberhalb der Schuttfelder.....









...dann aber mit super schneller Abfahrt mit dem Geröll ......





















...talwärts donnere.....Super Abfahrt, gute 500 hm in gerademal 25 min -sehr löblich 
Rückblick in die Rossgasse
Blick zum Streicher - ein ander mal
Ich folge der kleinen auslaufenden Schuttströme einem nach, der mich dann....


  











....an eine Forststraße bringt.











Der Straße folge ich bis zu dieser Kreuzung, und halte mich an den oberen Weg um.....
...eigentlich ein eingezeichnetes Steigerl zu suchen......


Wie sich aber sehr schnell heraus stellt, ist das eingezeichnete Steigerl eine Breite Forststraße....:-(









Naja, umdrehen will ich auch nicht und das zweite Steigerl ist auch nicht aufzufinden, so das ich der Straße bis zu ihrem Ende folge bis.....
......ein Steig entspringt. Dieser führt mich in leicht abwärts querend.....


...wieder zurück an den Schilderbaum vom morgentlichen Aufstieg.









So geht es halt über den Aufstiegsweg das kurze Stückerl zurück zum Parkplatz Ramsler....









Fakten:


- sehr schöne ruhige Runde auf einem Massentauglichen Berg. Beherzigt man einige Dinge, hat man eine herrliche Bergeinsamkeit wie ich heute ( nur 2 Leute getroffen )
- Im Hutzenauersteig Trittsicherheit obligatorisch, Evtl auf Steinschlag achten
- Sehr schöner Abstieg oder besser gesagt Abfahrt durch die wilde Rossgasse
- Aufstiegs hm: 1177hm
- Abstiegs hm: 1181 hm
- Weglänge: 14,9 km
- M(R)eine Gehzeit: 4:15 Std

Track wie immer auf Anfrage erhältlich......


VG Ameranger




Kommentare:

  1. Servus,
    toller Bericht. Bei dem Bild, wo du deine "Forschungsarbeit" beschrieben hast, könntest du weiter gehen und über den "Lahnersteig" parallel zur Rossgassen absteigen. Ich gehe immer über den Lahnersteig rauf und über die Rossgasse wieder runter.

    Gruß
    Alex

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  2. Servus Alex,

    Danke für Deine Info !. Wie du dir vielleicht denken kannst, hat mir das bereits damals keine Ruhe mehr gelassen.... :-). So bin ich wenig später nochmals aufgebrochen um die Forschungsarbeit abzuschließen. Ich hatte eine alte Karte, in der der Steig aus der Rossgasse heraus zieht, was sich dann aber an dem Tag dann als falsch herausstellte. Jetzt gibt es einen Sinn :-).

    Trotzdem herzlichen Dank für deine Info ! Ich freue mich immer wieder wenn meine Berichte anklang finden und Feedback zurück kommt !

    Beste Grüße
    Ameranger

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