Freitag, 27. Mai 2016

Wendelsteinrunde

Griaß Eich Beinand,

Den heutigen schönen Tag mit Tendenz zu Gewittern am Nachmittag wollte ich zu einer weiteren Konditions ( Test ) tour nutzen......
Wo kann man schöner Gipfel sammeln, Höhenmeter reißen und zudem flexibel genug für Wetterumschwünge sein als bei folgender Tour......
Zugegeben, heute wollte ich wirklich wissen wo meine Leistungsfähigkeit liegt, dadurch verschärftes Programm:
Nach der Spätschicht mit nur 3 Std Schlaf, war dann Start um 6 Uhr am Parkplatz in St. Margarethen










Ich folge der Teerstraße Richtung Gembachau, bis ich an den ersten Schilderbaum gelange, hier wird rechts abgebogen......

Der Forststraße folge ich...... 


...bis zum nächsten Schild: Hier wird die Straße gegen einen Wirtschaftsweg.....










.....frisch saniert.....












...getauscht, bis dieser endet. 
Nun halte ich auf den Wald zu.........









Als dieser betreten wird, eröffnet sich ein Steig der mich mit schöner Steigung.....









... Hinauf zur Breitenberghütte bringt. An der Hütte ist alles noch schön ruhig, also hinter dieser weiter bis zur Forststraße, der....
...ich dann abermals folge .....







... bis ich wieder den Wald betrete. Nach ca 100m steige ich weglos links die Böschung hinauf, bis ich auf einen Weg stoße, auf dem ich zu ...
... einer Jagdhütte komme. Hinter dieser hinauf, und schon stehe ich auf dem 1. Gipfel für heute dem: .....

Zugberg 1113 m

Der bewaldete Gipfel ist nicht wirklich ein lohnendes Ziel, aber er bietet sich als Sammeltrophäe im Zustieg an......








Den Gipfel verlasse ich nun gegen Süden, bis ich auf eine weitere Hütte treffe. Ein schönes Platzerl mit einer grandiosen Aussicht !









Ich ziehe aber weiter, über den Wiesenhang hinab .... 
... und wende mich rechts und folge dem Wiesengürtel.....


.... Bis ich über steiles Gamsgelände .......


...hinab zu einem Steigerl, welchem ich dann Tal einwärts folge....

















...Bis ich an der Behelfshaltestelle Aipl ankomme.
Aipl

Hier etliche Meter nach der Haltestelle, folge ich dem linken Weg......

















...bis zur einer Gabelung unweit der Bahn. Geradeaus ginge es Richtung Mitteralm weiter, ich bin aber links abgebogen, und gelange so....











... abermals zur Bahntrasse, welche ich überquere und dem gut sichtbaren Steig folge......










Der Steig geht dann in einen Forstweg über, der dann ......
... kurz vor Sichtweite der Staucher Alm nach links kurz weglos verlassen wird.....









.... bis nach ca 100m wieder ein Steig zu erkennen ist.
Dieser leitet wieder hinaus Richtung Oberarzmoos, bis ich .....









... an einem Bach dem Steig/ Weg rechts hinauf folge.
Dieser Wirtschaftsweg bringt mich hinauf,...










... an skurrilen schiefen /geraden Bäumen vorbei....










...zu einer steilen Wiese gelange die es nun hinauf geht.










Wenig schwierig, aber sehr steil und es ist schon sehr heiß, was mir das Wasser nur so auf die Stirn treibt....
Aber schwitzen ist ja bekanntlich gesund, und so erreiche ich bald den Gratrücken.




Rückblick in den Kessel











Nun wende ich mich wieder auf den Wald zu und steige das Steigerl .....


Kleiner und Großer Traithen
... hinauf, bis ich an den Ausläufer der Käserwand gelange. Hier verlasse ich den Steig weglos rechts hinauf....








...die Passagen durch Fels und....















... Latschen suchend, bis ich über den...














... Grat die letzten Meter zur ....


Käserwand 1683 m 

.... gehe.
Hier genehmige ich mir eine kleine Trinkpause, bei super Aussicht. Ein Blick auf das GPS sagt das ich bis hierher 11km, 1320hm und 3 Std unterwegs war. Aber viel Zeit zum rasten bleibt nicht, denn.....








...der nächste Gipfel wartet unweit entfernt.....
Also nochmals den Traithens  und dem Sudelfeld ein letzter Blick von der Kaserwand aus zugeworfen und schon.....
die kommen heute auch noch dran
... geht es in leichter Kletterei hinab ......


... in den Sattel. 
Rückblick
und dann ein kurzes steiles Stückerl und ich stehe.auf dem ...

Wildalpjoch 1720 m

Herrlich hier oben, ein warmes Winderl weht schon und bis hierher bin ich noch keiner Menschenseele heute begegnet. Das wird sich im Weiterweg jetzt nicht mehr ganz vermeiden lassen.....









Mit einem letzten Blick auf die kommenden Ziele verlasse ich das Wildalpjoch und ...



letzter Blick Richtung Süden








Steige über den markierten Weg hinunter....









Durch eine Latschengasse gelange ich ...




... an eine Stelle an der eine Schuttreise herunter kommt. Über diese geht es ...








...bröselig ....
...hinauf bis zur ...

Seewand 1664 m

Hier oben hat man einen perfekten Ausblick auf bereits gemeistertes und auf das was mir heute noch alles bevorsteht, fast egal wie ich mich drehe.....









Mit einem herrlichen Blick hinunter zum Soinsee, und einem.....
... Eintrag ins Gipfelbuch .....












...verlasse ich die Seewand nicht über die Schuttreiße, sondern gehe den Grat weiter und klettere in schönem Fels einige Stellen ab ...
.... hier gings runter.....










...und dann kurz durch die Latschen....
...bis ich wieder am Normalweg durch die Latschengasse....


...auf eine Weidefäche gelange. Über diese kurzweilig Richtung....










... Lift, und ....
... dann links haltend dem Steig folgend hinauf .....














... bis zur ....
Rückblick

Lacherspitze 1724 m

Auf der Lacherspitze genehmige ich mir heute die erste kleine Pause, und esse einen saftigen Apfel. Mittlerweile ist es ekelhaft heiß geworden, es weht zwar ein Lüftchen auf den Gipfeln, aber kaum hat man diese verlassen wird es sehr warm....








Ein schöner Blick ins Lacherkar, das ich bislang nur im Winterkleid kannte.....
Nach ca 15 min breche ich wieder auf.....
....Es geht über den Anstiegsweg zurück zur Seilbahn....


Und von da auf dem Weg hinüber bis zum Schilderbaum. 








Ich folge dem Rechten Steig etwas .....
... hinunter ....
Soinhütte
...und dann wieder hinauf über gut sichtbare .....









....Steigspuren zur ....

Kesselwand 1721 m

Sieht diese doch von der Lacherspitze unbezwingbar aus, geht es auf der Nordseite relativ einfach hinauf auf den Logengipfel .....





Rückblick










Nachdem ich mich heute bereits zum 5.Mal in ein Gipfelbuch eingeschrieben habe, geht es nicht zurück über den Aufstiegsweg, sondern über den Grat....










...mal drüber oder drum herum immer in schöner luftiger Kletterei, die aber nie schwieriger als I ist.








Zu diesen beiden Blöcken wird es nur etwas schwieriger beim Abklettern. Mit einem Spreizschritt und einen kleinen Hüpfer muss mal was riskiert werden um....










.... zum Loch zu gelangen.
Das selbige wird durchschschritten, und über steile Grasmatten geht es zügig zurück auf den Normalweg.
Rückblick zur Kesselwand
Diesem folge ich hinüber bis zum Rücken. Hier passiert mir ein schwerwiegender Fehler, komme ich mit einem Herrn ins Gespräch der mich fragt ob ich weiß wo den der alte Steig zur Wendelstein hinauf ist. Ich erkläre ihm das ich diesen dann auch gehen werde, und so gehen wir während des Gesprächs immer weiter.....








..... Im Zick Zag durch die Latschen Talwärts....





Als wir bei der Meierhütte ankommen, fällt das Wort " Soinwand " ....
so ein S.... hab ich doch vor lauter Ratschen die Soinwand ausgelassen !!!!!
Ich köntte den Kopf in den kühlen Schnee stecken so ärgere ich mich, aber auch nach langem Überlegen entschließe ich mich nicht nochmals Aufzusteigen, auf ein andermal dann....
Etwas greiskrämig ziehe ich dann weiter Richtung Bahnunterführung, während der Herr mit dann sagt das er doch gleich lieber den Normalweg zum nächsten Ziel nimmt .....








Naja, Satz mit X - das war wohl nix !
Kurz nach der Unterführung zweigt links in Richtung Bahnstrecke mit einem roten Punkt gekennzeichnet ein fast unsichtbares Steigerl ab,.....








.... Das kurz entlang der Strecke und dann wieder bergwärts an einem 
" Bahnleiche " ??? - Steinmann vorbei führt. Nun wird....








...der Steig immer deutlicher und ist eigentlich nicht mehr zu verfehlen, als er sich.....











... in Serpentinen den Hang hochschraubt.









...Der Steig ist nicht wirklich schwierig, aber loses Geröll, mahnen doch etwas zur Vorsicht . Aber ich gewinne rasch an Höhe und steh somit relativ zügig auf dem noch gesperrten Panoramaweg, welchem ich.....
Mein verfehlter Gipfel - Soinwand 
Weiterer Routenverlauf
... Nördlich folge.







Der Weg macht seinem Namen wirklich Ehre, und so geht es bei atemberaubender Fernsicht über .....









...etliche kleine Schneefeldchen....




...hinauf zum Aussichtpunkt. Da der Weg anscheinend noch gesperrt ist, bin ich MUTTERSEELENALLEIN hier !!!! Das ist fast ein 6er im Lotto, und somit verzehre ich meine Brotzeit ALLEIN bei sengender Hitze auf diesem Logenplatz.......




Aber ein Manko will ich nicht verheimlichen, ich sehe stetig zur Soinwand hinüber ..... 
Nachdem ich meinen Frieden gemacht habe, breche ich nach ca 30 min wieder auf um über den restlichen Pamnoramaweg die Einsamkeit zu verlassen und in dem Touristentrubel einzutauchen als ich auf den Gipfel des ......

Wendelstein 1837 m

...gelange..... Wie die Fliegen schwirren die Menschen hier umher, wir wird langsam klar warum ich bislang noch nie hier oben gewesen bin......







Darum hält es mich auch nur 5 min am Gipfel, und ich beginne über die Touristenautobahn den Abstieg....









...zur Bergstation. Von hier aus in der kürzesten Variante.......

















...in die Zeller Scharte hinab, wo es Gott sei Dank wieder etwas ruhiger wird. " Hier könnte ich nochmals.....- Nein ", die Soinwand lasse ich nun sicherlich angesichts der Hitze und was noch bevorsteht.....
Von der Scharte geht es über den Normalweg abermals unter der Bahntrasse hindurch und ....











... den unübersehbar markierten Normalweg über ....









...kleine Abfahrtsreißen .....









... hinunter zum kleinen Wetterloch.
Von hier hinüber zur Reindleralm, an dieser vorbei den Wiesenrücken hoch bis.....







..zum Grat. Hier beginnt nun der Weiterweg....
...als schöne Gratwanderung.
Blick zum Breitenstein









....nun geht es etwas anspruchsvoller und zum Schluss in schöner Ier Kletterei hinauf zur.....


Kirchelwand 1521m 

Dieser kreuzlose Rücken erhebt sich als höchster Punkt auf dem Gratrücken. Nun geht es sehr schnell weiter ....











... bis zu einem Aufschwung. Ich entschließe mich in der vorherigen Rinne gleich etwas .....
...anspruchsvoll mit ......











...ordentlich Luft unter den Füßen in II- Kletterei diese abzuklettern bis.....
Rechts ging es runter ( Riss neben der Latsche )










.... bis ich in der Scharte unterhalb stehe. 
Von der Scharte geht es weglos den Rücken hinauf, unter umgestürzten Bäumen hindurch und darüber finden sich aber dann ....


....Steinmänner und schließlich auch ....








... Wegspuren die mich durch eine.....
... Latschengasse, zur 


Haidwand 1585m 

... bringt.










Mit dem Gipfel Nr. 9, geht es nach kurzer Trinkpause gleich wieder weiter.....



... am Grat entlang im Auf und Ab, ..... aber größtenteils ....








...weglos, was ordentlich Zeit kostet bis 




..... abermals an ein Kreuz gelange das unweit des ....








... Normalsweges steht. Nun wieder viel schneller weiter auf diesem ....
...durch die sengende Hitze ....


... zur....



Hochsalwand 1625m 

Hier auf Gipfel Nummer 10, lege ich eine ordentliche Pause ein, den das Worst Case Szenario ist eingetreten - Ich habe kein Wasser mehr !!!!! Ich habe seit dem Wendelstein gute 2,5 l Wasser verbracht in der Hitze !!!....









Naja, die Tour neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, und somit ist das der geeignete Punkt um ....
..... mein Gipfelpils zu genießen. Von der Hochsalwand lässt sich meine heutige Route eigentlich komplett überschauen, sowohl bereits geleistetes als auch das noch bevorstehende....
Aber nach einer halben Stunde Pause hilft alles nix, mich dürstet erneut extrem als ich wieder aufbreche um ....









... über die Nordseite den unbeschilderten Steig hinab zur .....







...Scharte zu steigen. Von der Scharte geht es ...
über die südseitige Rinne in anfangs gerölligem Fels .....


Hier ging es runter










.... hinauf zum .....


Lechnerköpfl 1547m

Hier genieße ich noch etliche Minuten die schöne Aussicht und vor allem das kühlende Winderl als mein Durst fast unerträglich wird.....  ich steige nun wieder über die Rinne ab und dann ........


... über den Normalweg weiter ....


 ... auf den Grat zuhaltend. 









Nun auf dem Grat folgend unschwierig hinüber ....










...am Schilderbaum vorbei um mit einem letzten......
....kleinen Aufschwung auf dem .......









...heute letzten Gipfel der.....

Rampoldplatte 1422m 

...zu stehen. Mit Gipfel Nummer 12, ist dieser ein letztmalig schöner Aussichtspunkt für heute. Ich hatte zwar im Abstieg über die Schuhbräualm noch einen Gipfel auserkoren, aber da mein Durst mittlerweile zur Qual wird, und ich ernsthaft Sorge habe zu dehydrieren, suche ich auf der Karte nach dem nächstgelegenen Wasser....Dieses befindet sich im Bereich der Lechneralm. Ich überlege nicht lange, und disponiere um. Ich steige nun über den südostseitigen Weg .....
Der Schrofen 









.... hinunter zur .....
.....Jochleite, wo ich abermals zur Schuhbräualm absteigen könnte. Da ich mir aber nicht sicher bin ob diese geöffnet hat, bleibe ich bei meinem Entschluss, und steige ......









...weglos ........
....hinunter zur .....









...Wirtschaftsstraße, welcher ich talwärts folge um am ......
... nächsten Wegweiser rechts ab zu biegen. 








Kurz darauf vernehme ich ein leises das immer lauter werdendes Rauschen......
.... und treffe endlich auf WASSER !!!!









Nachdem ich wieder Wasser aufgenommen habe, werfe ich einen letzen Blick zurück als ich in den Wald ....
..... gelange. Nun weiter auf der Straße welche mich wieder zum Aufstiegsweg von heute morgen bringt.....








Nicht mehr weit und ich habe die.....
...Breitenberghütte erreicht.  Hier genehmige ich mir ein GROßES, KÜHLES ....
...Cola !!!!,um meinen Zuckerhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen.... Nach kurzem Ratsch mit der Breitenberghüttnwirtin ;-P , trete ich wieder gestärkt an den restlichen Abstieg .....












Mit kleinem Abkürzern......
... welcher nach dieser Kurve dann geradeaus weiter führt......











...und mich hinunter bringt zurück nach....
... St. Magarethen und somit zum Ausgangspunkt von heute Morgen.







Ich habe auf der Rampoldplatte schon Gewitterwolken im Anmarsch erspäht, welche dann als ich am Parkplatz war dann schon sehr bedrohlich aussahen, aber ich kam noch trocken am Auto an.


Ein Blick kurz vor Rosenheim ca 15 min später zeigt das ich Glück gehabt hatte :-)

Somit geht eine grandiose wenn auch unter den heutigen Voraussetzungen für mich sehr anstregende Tour zu Ende. Die Wegstrecke wäre eher nicht das Problem, aber Höhenmeter und die große Hitze, gepaart mit dem Schalfmangel haben zum Schluss ihre deutlichen Spuren hinterlassen.....
Aber das war auch so in etwas schon geplant, die Tour hat 2 Abbruchvarianten: 
Einmal der Abstieg über den Soinsee
Zum zweiten der Abstieg von der Reindleralm, über welche ich auch zurück nach St. Magarethen gelangt wäre.....
Aber die heutige Tour war als solche konzipiert um zu Testen und auszuloten wo meine Leistungsfähigkeit sowohl körperlich als auch physisch im Moment liegt.....


Fakten:


- Sehr lange Rundtour mit 30km, die sich noch ausbauen oder aber auch verkürzen lässt
- Über die ruhige Ostseite auf das Wendelsteinmassiv zu gelangen hat ihre Reize
- Schöne Felsklettereien meist im I-II Schwierigkeitsgrat, als Abwechslung zu den sonst schönen Wanderwegen
- Schwierige Passagen lassen sich auch umgehen
- Diese Ausbaufähige Tour ist als Konditionstest eigentlich wie geschaffen, und bietet zudem noch viele Gipfel für Sammler
- Aufstiegshöhenmeter : 2401 hm
- Abstiegshöhenmeter : 2389 hm
- M(R )eine Gehzeit 8:45 Std, incl Pausen 11 Std 





Vg Ameranger


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