Samstag, 13. Dezember 2014

Unterberghorn und Schnappenstein am 13.12.14

Nachdem heute nochmals gutes Bergwetter voraus gesagt wurde, und der Föhn sich zudem etwas beruhigt hatte, wollte ich heute nochmal eine Bergtour machen.
Ich hatte schon lange eine Tour parat, die geradezu perfekt für heute war. So ging es um kurz nach 7 Uhr los nach Österreich......







Startpunkt für meine heutige Tour ist Altmühle, ein Örtchen das hinter Kössen in Tirol liegt.

Das Auto lasse ich beim Gasthaus stehen, und marschiere bei -1 Grad los.






Da ich immer versuche meine Touren als Rundtour zu machen, musste ich wenn ich meiner Phylosophie treu bleiben wollte wohl oder übel über Forststraßen hatschen....

Also ging es in Altmühle am Gehöft vorbei immer der Straße bergauf folgend....













Viel braucht man hier eigentlich nicht erwähnen, laaaaaaangweilige Forststraße eben.......










Ich komme an einem "Taferl" vorbei, endlich ein Hinweis das ich hier noch richtig bin....
Wenigstens hat man im oberen Teil dann einen majestätischen Ausblick auf den Kaiser




















Ich gelange nach einer gefühlten Ewigkeit abermals an eine Weggabelung. Hier könnte man zur Stubenalm hinüber queren, aber da komme ich säter sowieso noch vorbei. Darum rechts weiter der Forststraße folgen
Ohne Worte......






Hier geht es geradeaus, immer der Foooorstraße foooolgen ;-(








Langsam komme ich auf die Almflächen hinauf, und bestaune immer konzentrierter den Kaiser, Abwechslung muss her.....
















Mann kann sich hier kaum verlaufen, solange die Forststraßen noch erkennbar sind. Immer bergauf, hoffe ich nun langsam inständig das diese öde Hatscherei endlich ein Ende findet......
Schöne Sicht zur Strips und zum Feldberg, rechts der Zahme Kaiser









Das Wetter wird langsam etwas besser, der Föhn bekommt langsam Schwung.
Eine Gämse flüchtet vor mir - bräuchte sie doch gar nicht









Auf mittlerweile schneebedeckter Forsttraße komme ich bei der Unteren Schnappenalm auf 1360m an.
Hier ist etwas Acht geboten - nicht den Steig hinauf zum Schnappen folgen,- sondern direkt hinter der Alm den kleinern Abkürzer nehmen, der mich schnell wieder......










...zur Forststraße hinauf bringt.









Ich habe nun langsam die Nase voll und kürze nun über die Wiese hinauf ab, ich halte mich östlich bis ich....
...Nach einer gefühlten Ewigkeit am Rücken angekommen bin. Hier folge ich rechts den verschneiten Steig der auf den Rücken zuhält.








Vor mir war hier seit den neuerlichen Schneefällen noch keiner unterwegs....
Es geht im leichten Auf und Ab durch die Latschen......









Von hier hat man einen schönen Blick ins Niederhausertal, von dem man auch heraufsteigen kann.
Ich folge dem Steig in Nördlicher Richtung, der auch wegen des Schnees....










...nicht immer sichtbar war....










Als sich die Latschen zurück ziehen, lässt sich auch mein heutiges Ziel bereits in der Ferne ausmachen.....
Ich gelange hinunter zur Almfläche der Lackalm 1336m, - die ihren Namen wie könnte es anders sein von der Lacke die sich in ihrer Nähe befindet - hat. 









Um nicht in dieser Lacke die sich unter dem Schnee verbirgt zu landen, suche ich mir den Weg am rechten Hang entlang hinab.










Um dann über den Wiesenrücken gegenüber....
Rückblick zur Lackalm











....Hinauf zum .....

Lackjoch 1370m


...zu gelangen.


Das selbige wird dann nach Osten hin umgangen, hinab in eine weitere Senke.











Hinter der Alm entspringt nun ein weiterer kleiner Steig der mich hinauf bringt zur einem ( Gott sei Dank) kurzem Stück Straße.










Nach einigen Metern geleitet nun der Steig abermals über einen grasigen Rücken hinauf.









Mein heutiges Ziel erhebt sich durchaus imposant in den Himmel.
Der Föhn blässt nicht stark, trotzdem schweifen meine Blicke immer wieder auf den Alpenhauptkamm. Der Großglockner ist heute sehr schön zu sehen....










Nach dem Rücken folgt eine weitere Senke, in der Dank des Schnees der Steig nicht mehr erkennbar ist. Ich halte mich am tiefsten Punkt eher östlich und......
...stoße schnell wieder auf Markierungen, die mir den Weg weisen.










Das herrlich kleine Steigerl ist durchwegs markiert, doch sollte man um diese Zeit seine Augen offen halten.


Nun geht es über herbstlich raschelndes Laub immer steiler nach oben.












Trittsicherheit sollte bei solchen Verhältnissen vorhanden sein, denn immer wieder gibt das Laub unter meinen Füßen nach.
















Nach einer Querung folgt ein steiles Stücken ehe ich.....











...aus dem Wald heraus in die Latschen komme.
Imposant türmt sich die schier unbezwingbare Felsenmauer auf.










Doch wo Markierungen da auch ein Weg. Nach dem es in Schlangenlinien aufwärts geht, quert man oberhalb des markanten Lackgrabens...










... und der Felsmauer Richtung Osten.









Hier ist der Steig ab und zu schneebedeckt, Trittsicherheit ist nun Pflicht !













Nach der Querung heißt es abermals aufpassen wo und wie man Tritt. Aber zur Hilfe wäre hier sogar ein Seil vorhanden...
Nachdem ich den Lackgraben gequert habe, zieht der Steig nun wieder Nordwärts. Hier wird abermals ein z.T schneebedeckter Hang gequert.









Nach einer Schuttrinne, an der über den Winter das Seil entfernt worden ist, gelange ich nun in den Hintersten Bereich des Grabens.










Ab hier helfen mittlerweile Eisenleitern ( früher waren hier z.T marode Holzleitern ) hinauf.








Nach den beiden Leitern heißt es nochmals ordentlich schwitzen: Über Schrofengelände geht es nun durch eine...









...Latschengasse sehr steil hinauf. Zwar helfen Stufen bei der Bewältigung, aber diese sind doch etwas weit auseinander.










Nachdem ich die Stufen überwunden habe, folgt nochmals eine leichte Passage die mich schnell hinauf bringt....
Ohne Worte











zum Gipfel des ....

Unterberghorn 1773m 









Ich suche mir ein schönes Plätzchen, um ein wenig die grandiose Aussicht in alle Richtungen zu genießen. Aber wie es der Teufel will, kaum hab ich mich nieder gelassen, fängt ein eisiger Wind an zu blasen....










Nachdem ich eine zeit lang auf diesem äußerst aussichtsreichen Gipfel eisern im Wind ausgehaart habe, breche ich langsam wieder auf. 










Es geht über den Aufstiegsweg wieder talwärts.





Rückblick


















Nochmals ein Blick in das Niederhausertal....
...bis ich wieder am Rücken an der Forststraße ankomme. Da es noch nicht all zu spät ist, beschließe ich spontan noch etwas dran zu hängen. Auch komme ich so schöner auf meine Abstiegsvariante. Ich folge der Straße bergwärts, bis ich zur Schnappenalm gelange.










Von dieser halte ich auf den Steigspuren auf das Almkreuz zu.
Vom Almkreuz hat man einen grandiosen Ausblick auf DIE BEIDEN Kaiser und den Feldberg dazwischen.









Am Almkreuz halte ich mich dann etwas nördlich und steige über den Grasbuckel auf dem Steigerl hinauf.











Der Weg ist immer wieder dank des wenigen Schnees zu erkennen und so geht ist immer wieder über Rücken und Senken ...




Heute mein Lieblingsmotiv
Zuerst zum Schnappen 1546m hinauf , dann abermals durch eine Senke ...












... hinunter zum Schnappenstein ....


Schnappenstein 1490 m

...mit einer kleinen Kapelle.
Im Hintergrund das Unterberghorn






Vom " Schnappenkircherl" wie sie im heimischen Wortlaub genannt wird, hat man einen prächtigen Ausblick auf die Chiemgauer Bergwelt.













Nachdem ich eine Zeit hier verweilt habe, trete ich wieder über den Aufstiegsweg den Rückweg an.












Wieder an der Oberen Schnappenalm 1340m ankekommen, biege ich direkt vor dieser nach rechts ab.
Nun geht es anfangs etwas weglos bergab, bis sich in einer kleinen Senke ein Steiglein auftut, der mich... 











...rasch hinab zur Unteren Schnappenalm bringt.

Von hier folge ich wieder dem Aufstiegsweg über die Forstraße bergab, teils mit Abkürzern behelfend bis ich an ein Taferl gelange, das mir der Beschriftung " Wanderweg " nach rechts meine Abstiegsvariante offenbart.











Nun geht es über einen Steig leicht querend hinab bis ich auf eine Straße stoße. Dieser dann etwas nach rechts folgen, und dann abermals auf einen Steig z.T. steil hinab.... 













...zur Stubenalm 1031m. Immer stetiger Begleiter sind Maukspitze und Ackerlspitze.












An der Stubenalm mit ihrer Käserei vorbei,...












...Komme ich über einen Karrenweg zum einem Wegweiser.


Dieser weist nun den Weg nach links an einem Zaun entlang talwärts.










Anfangs noch etwas undeutlich, 
...wird der Steig am Waldrand dann zunehmend deutlicher.











Über Buchenlaub führt der Steig nun immer parallel zum Schnappengraben bergab.















Nachdem ich dem Steig immer in südlicher Richtung gefolgt bin, kommt auch mein Ausgangspunkt langsam wieder in Sichtweite.







Ich verlasse den Steig nun an geeigneter Stelle und gehe eher weglos hinab Richtung Altmühle, bis ich an einen Weidezaun gelange. Diesen übersteige ich an geeigneter Stelle und komme so wieder zurück an meinen ....


... Ausgangspunkt meiner heutigen Tour.



Fakten:

-  Tour auf einen Berg, der zum einen auf einer Seite als Liftberg komerziell genutzt wird, ist doch meine heutige Südroute sehr sehr        einsam und sehr lohnend. ( Heute keinen einzigen     Menschen getroffen )- In meiner Variante mit dem Aufstieg über die Forststraßen eher langweilig, der Aufstieg und Abstieg über den Schnappengraben wäre doch lohnender.
- Nach der Unteren Schnappenalm sehr schöne Landschaft und Steige zum Unterberghorn
- Aufstieg zum Untersberghorn vor allem in dieser Jahreszeit und bei den aktuellen Wettereinflüssen ist Trittsicherheit unbedingt    erforderlich.
- Schlußanstieg sehr steil und anstrengend, aber dafür ein phantastischer Aussichtsberg in     alle Himmelsrichtungen.
- Kann natürlich auch ohne Schnappen und Schnappenstein gegangen werden.
- M(R)eine Gehzeit: 5.50 Std, wobei 3 Std für den Aufstieg und 2.50 Std für den Abstieg, Schnappenstein und Schnappen und zurück nach Altmühle waren.
- Aufstiegshöhenmeter: 1589 hm ( Incl Gegenanstiege) 
- Abstiegshöhenmeter: 1596 hm
- Streckenlänge: 20,8 km

- GPS - Track auf Anfrage erhältlich.

VG Ameranger

Kommentare:

  1. Servus Ameranger,
    Respekt vor dieser Tour in 5 1/2 Stunden! Bin die selbe Tour schon gewandert, aber ohne Unterberghorn! Alles zusammen würde ich nicht schaffen!
    Herzliche Grüße, schöne Feiertage und ein gesundes Bergjahr 2015,
    Karl

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Karl,

    Es waren ja fast 6 Stunden ;-)., und a biser'l Pause hab ich ja auch noch gemacht, nicht verwechseln, das ist die REINE Gehzeit !

    Dir natürlich auch ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Bergjahr 2015

    VG Ameranger

    AntwortenLöschen