Mittwoch, 21. Mai 2014

Einsame Hochgernrunde am 20.5.14

Letztes Jahr hab ich im Internet einen Bericht über eine Hochgernrunde gelesen, der meine Neugierde geweckt hatte.
Heute schien der perfekte Tag zu sein um diese Runde mal zu gehen.....


Start war um kurz vor 8 Uhr am Wanderparkplatz in Marquartstein.
Heute war noch gar nichts los, lediglich 4 Autos standen da.
Los ging's auf dem ausgestrampelten Weg vom Parkplatz weg hinauf Richtung Hochgernhaus.




Nach etwa 10 min Gehzeit gelange ich an einen Schilderbaum der zum einen zum Hochgernhaus weist und zum anderen zum Aussichtspunkt Windeck.









Hier biege ich ab und folge dem immer noch gut ausgebauten Weg hinauf, bis ich zur Forststraße gelange.



Weiter auf derjenigen etliche Meter, zweigt links ein Fahrweg weg, dem ich folge. Man könnte jetzt diesem hinauf bis zum Windeck folgen, aber kurz nach der Weggabelung zweigt ein kleiner Steig durch das Unterholz weg.

Diesen folge ich anfangs durchs Unterholz bis ich in den Hochwald gelange. 









Der gut sichtbare Steig zieht hinauf Richtung Forststraße.







An der Forststraße angekommen, biege ich links ab und folge dem schönen Weg der in leichter Steigung um den Hang führt.











Nach ca 20 min ab dem Parkplatz erreiche ich den Aussichtspunkt Windeck, der einen hervorragenden Blick auf Marquartstein und hinaus zum Chiemsee bietet.







Aber nicht nur der Blick zum Chiemsee lohnt, auch der Blick zur benachbarten Hochplatte ist ebenbürtig.

Nach einer kleinen Aussichtspause geht es weiter, den es warten noch ein paar Gipfel auf mich heute.

Ab dem Aussichtpunkt zweigt ein kleiner unscheinbar wirkender Steig ab, der über den Felsvorsprung hinauf führt. Diesem folge ich hinauf, und ab jetzt ist Schluß mit lustig !!!.




Getreu dem Motto:

Steil ist Geil !!!

präsentiert sich der Steig, zudem ist er manchmal noch etwas rutschig.

Hat man den Felsriegel überstiegen, führt der Steig herrlich am Grat entlang immer knackig bergauf. 











Eine kurze Verschnaufpause beim queren, aber nur ein paar Minuten.....







Dann wieder unerbittlich steil bergauf.









Hat man diesen Hügel überwunden, dürfen sich die Beine kurz einmal erholen. 



Es geht in gemütlicher Steigung querend hinüber.





Herrliche Ausblicke beim Aufstieg auf dem Steig.








Zum Erstaunen, darf auch mal ein bisschen abgeklettert werden, wie hier hinunter in diese Scharte.






Damit aber die Beine das nicht falsch verstehen, geht es auf der anderen Seite aber gleich wieder aufwärts bis zu einem Forstweg.






                                                                                                                        Dem folge ich nur ein paar Meter, und zweige in einer Rechtskurve geradeaus wieder auf den Steig ab.







Und auch der lässt nicht recht locker, ist aber nicht so steil wie der erste Teil.







Über Stock und Stein geht es weiter aufwärts.








Ich gelange wieder an einen kleinen Fahrweg, dem ich linker Hand folge. Die Füße dürfen sich ein wenig entspannen, denn es geht fast eben hinüber zur......



Blick auf den Geigelstein







.......zur Schnappenkirche.

















Hier nehme ich wieder hinter der Kirche den Weg auf, der .....









....in leichter Steigung abermals den Hang hinauf führt.






Ich gelange auf eine Lichtung hinaus, und jetzt heißt es aufpassen !










Denn gleich zu Beginn der Lichtung zweigt wieder ein kleines kaum sichtbares Steiglein nach rechts weg, dem man folgt. Hier ist ein Verhauer schnell passiert.







Der Steig führt von der Lichtung wieder in den Wald und quert einen Hang.








Nur noch wenige Minuten, und ich habe mein erstes Ziel für heute bereits im Blick.






Jetzt heißt es klettern, um auf den etwas ausgesetzten Grat hinauf zu gelangen.


Nur ein paar Minuten hinauf zum Gipfel der kreuzlosen.......


Madonna 1180m








Von der Madonna aus, ist auch der weitere Routenverlauf relativ schön zu erkennen.











Nach einer kurzen Pause geht es den Grat der Madonna wieder hinunter zum Steig, dem ich dann rechts folge.




Auf dem Steig hat man das nächste Ziel im Blickfeld, und auch den Kamm über dem es Erstiegen wird.






Über eine kleine Schuttreiße....









...geht es immer schön sichtbar unter der Felswand hinüber... 







...in den Hochwald hinein.





In leichter Steigung komme ich der...






...Sonne immer näher, und gelange.....

....auf eine Lichtung hinaus. 







Ich halte mich auf der Lichtung am Grat rechts bergauf, .....







                                                                                                   


... bis ich wieder auf einen Steig aufnehme,

Tiefblick zur Staudacher Alm






...der Anfangs kaum erkennbar, aber dann sich immer deutlicher den Hang hoch zieht.

Herrlicher Blick hinaus zum Bayrischen Meer





Anhand der Geländeform hatte ich es schon vermutet:

Steil zieht sich der erdige Pfad in kleinen Serpentinen nach oben.

Schon ein Blick auf das heutige Hauptziel










Kurz vorm erreichen den nächsten Gipfels ist noch einmal eine " Schlüsselstelle " zu meistern:

Ein äußerst batziger steiler Wiesenabschnitt, der Trittsicherheit verlangt.



Ist der Abschnitt überwunden, zieht der Grat zum Gipfelaufbau hinauf.










Der an der linken Seite einfacher als es von unten aussieht Erstiegen wird.





Es darf ein bisschen geklettert werden.

Über eine danach folgende Aalglatte nasse Platte hilft ein Seil hinweg.








Ist die Platte erfolgreich überwunden, stellt sich noch dieser erdige steile Abschnitt zwischen mir und dem zweiten Gipfel des heutigen Tages.

Hochlerch 1560m 


Toller Tiefblick ins Achental

Nach einer Gipfelpause mit herrlichem Ausblick geht es weiter zu Gipfel Nummer 3.


Vom Hochlerch folge ich dem Steigerl bergwärts.

Bisheriger Aufstiegsweg











Der Steig zieht sich immer schön am Grat entlang.



Nachdem sich der Wald etwas zurückzieht, sehe ich bereits Gipfel Nummer 3......

Zwölferspitz 1633m














In wenigen Minuten geht es hinüber zum kreuzlosen Gipfel des Zwölferspitz.

Zwölferspitz 1633m


Tiefblick zur Staudacher Alm

Vom Zwölferspitz aus geht es dann über das Steigerl am Zaun entlang, bis man auf dem normalen Wanderweg vom Hochgernhaus herauf trifft.









Ist der Schilderbaum passiert, zieht der Weg um den kleinen Buckel herum.
In dem Bereich der ersten Bäume, zweigt rechts abermals ein unbeschilderter Pfad ab.
Rückblick









Über felsiges Terrain geht es aufwärts.



Der Weiterweg kann hier eigentlich nicht mehr verfehlt werden, immer dem Geländeverlauf folgen.










Nicht mehr weit, das Kreuz ist bereits in Sichtweite....
Rückblick

Hochgern 1748m






Kapelle des Hochgern





Blick auf den Hochgern von der Kapelle aus



Nach einer ausgiebigen Rast auf dem fast Menschenleeren Hochgern, was eine absolute Seltenheit ist, beginne ich den Abstieg.






Aber auch der Abstieg soll nicht langweilig werden, so das noch ein kleines Gipfelchen mitgenommen werden kann.





Hierzu steige ich vom Hochgern wieder über den Aufstiegsweg bergab, bis unterhalb des Steilhangs.








Da heißt es dann wieder ein wenig Augen aufhalten, den der kaum sichtbare Steig zweigt hier links ab.





Er zieht anfangs schwach sichtbar über dem Kamm, geht dann in steiles Wiesengelände über, indem sich der Steig auch verläuft.






Steil geht es Weglos hinunter Richtung Felsaufbau....




In diesem Bereich ist kein Weg mehr vorhanden, als Anhaltspunkt orientiert man sich aber leicht links hinunter am Felsaufbau.












In diesem Bereich Anfangs der Aufbaus des Hasenpoint, quert von links ein Weg herüber der zum Hochgernhaus führt.



Jetzt heißt es aufpassen, kurz nach dem Schilderbaum zweigt links der Steig zum Gipfel weg. Wirklich kaum sichtbare Steigspuren......







....ziehen über die Flanke hinauf.
Folgt man dem Gelände, und hält seine Augen auf, kann man den Weg eigentlich nicht verfehlen. Anfangs über die Flanke, dann wendet er sich bergwärts in die Latschen hinauf.














In den Latschen kann man dann eigentlich nicht mehr aus, die etwas ausgeschnittenen Latschen weisen einem den Weg hinüber zum finalen Aufschwung.














Der letzte steile Aufschwung für heute:

Kurz vor dem Hasenpointgipfel.



Hasenpoint 1587m


Rückblick zum Hochgern vom Hasenpoint





Nachdem ich auch hier wieder absolut einsam meine Pause beendet habe, beginnt der Abstieg über die steile Wiesenflanke...



Es ist steiler als es auf den Fotos wirkt....

Blick hinüber zum Hochgernhaus


Ich steige dem Hang folgend am Waldrand entlang ab, bis auf Höhe der Gern - Alm.



Gern - Alm
Ist man auf Höhe der Alm, steigt man zu dieser ab. Ab hier beginnt der Fahrweg den ich talwärts gehe....
Austiegsbereich aus dem Wiesenhang

Gern - Alm


Über den Fahrweg schländere ich mit bestem Ausblick talwärts.


Rückblick zum Hasenpoint







Ich gelange hinunter zur Bergwachthütte. 

Von hier aus der wenig spektakulären Forststraße folgend.....


Bis ich zu einem Marterl komme das an einem Baum hängt. Hier zweigt wieder ein kleiner nicht markierter Steig leicht bergwärts ab......






Durch den Wald zieht dieser auf eine......






.... Wiese hinaus.

Und danach wieder in den Wald hinein. Ich gelange zu einer Jagdhütte.








Nach der Jagdhütte ziehen mehrere kleine Steige talwärts, ich denke aber das alle zum gleichen Ziel hinunter führen:
..... dem Sendemasten den man vom Tal aus bestens sehen kann.
Von hier aus folge ich der Forststraße hinunter, während mein Blick hinauf zum Hochlerch schweift.



Aber keine Angst, ich bleibe nicht lange auf der öden Forststraße, in einer Kurve steht eine Buche mit einem roten Punkt.....











Richtig !

Hier zweigt wieder ein kleines Steigerl ab, das Anfangs durchs Unterholz zieht.





Später wird der Wald lichter und es geht teils noch recht batzig talwärts....


Ich gelange hinunter bis mir dieser rießen Findling im Wald auffällt. Kurz danach geht der Steig in einen Fahrweg über.....








Dem ich immer Talwärts folge, bis ich wieder auf den Ausgangspunkt meiner heutigen Rundtour komme......

..... dem Steigerl das ich anfangs der Tour ins Unterholz gefolgt bin. Von hier aus wieder in wenigen Minuten zurück zum mittlerweile ziemlich gut besuchten Parkplatz.





- Herrlich einsame Rundtour 
- Landschaftlich sehr ursprünglich
- Teils steile Bergpfade die Trittsicherheit und etwas Orientierungsinn verlangen
- Aufstieg über Windeck, Madonna, Hochlerch, Zwölferspitz zum Hochgern ca. 2,5- 3 Std
- Abstieg über Hasenpoint zum Parkplatz ca 2,5 Std.
- reine Gehzeit ca 4 Stunden, 1250 hm Aufstieg und 1250 hm Abstieg, und gute 15km Länge

- Routinierte Berggänger mit entsprechender Erfahrung werden an dieser eher  
   Ursprünglichen Bergtour ihre wahre Freude haben.

- Track ist auf Anfrage erhältlich.


VG Ameranger

Kommentare:

  1. Servus Ameranger,

    vielen Dank für die tollen Fotos und den super Bericht. Wenn man da keine Lust auf Berggehn kriegt, weiß ich´s auch nicht. Freue mich schon, die Tour bald mal nachzugehen.

    Viele Grüße
    Sepp

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    1. Griasde Sepp,

      Freut mich das dir meine Tour gefällt. Wünsch dir viel Spaß und Freude beim nachgehen der Tour !
      Noch ein Tipp: Am besten nicht gleich nach einem Regentag, evtl einen Tag abtrocknen lassen ;-)
      Berg Heil

      VG Ameranger

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    2. Griaß Di Ameranger,

      Die Tour würd ich am liebsten an Christi Himmelfahrt gehen. (Da komm ich von Verwandten, möchte am Parkplatz im Auto schlafen und bald nach Sonnenaufgang aufsteigen). Leider bin ich mir unsicher, ob ich Steigerl und Abzweigungen an Ort und Stelle finde. Soll ich die Beschreibung mit den schönen Fotos, die es recht deutlich zeigen, ausdrucken (ziemlich viel) oder reicht die Beschreibung allein auch? In letzter Zeit hab ich gemerkt, dass ich mir die Torenbeschreibungen ohne Karte doch nicht so gut vorstellen und sie finden kann. (vom Hochgern hab ich noch keine)

      Pfia Di

      Bermadl

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    3. Griaß Di Bermadl,

      schreib mir mal eine E Mail, dann kann ich dir evtl die Tage mal einen Kartenauschnitt oder den Track fürs GPS schicken...
      Aber: Es sind eigentlich auf der gesamten Runde KEINE Markierungen vorhanden. Desöfteren führen mehrere steige auseinander usw. Verhauer sind da schnell passiert...
      Am besten GPS oder eine ausführliche Karte....

      VG Ameranger

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    4. Griaß Di Ameranger, danke fürs Angebot. Leider bin ich bzw.mein Computer nicht so fit mit diversen Anwendungen. (beim zweiten Mal Schreiben meiner Antwort (der erste Versuch war weg), hab ich mich auch ordentlich vertippt und Buchstaben ausgelassen ;-) Das mit dem E-Mail-Kontakt hat nicht funktioniert. Mein Sohn hat mir jetzt noch einen Link, openstreetmap geschickt. Das könnte gehen. Die Tour habe ich mir auch ohne Bilder ausgedruckt. Jetzt kann ich mir's vorstellen und den Weg suchen. Da müsste bloß noch das Wetter stimmen und daran wird's wohl an Christi Himmelfahrt jetzt scheitern. Jetzt wart ich mal ab und such mir bei Regen notfalls eine kürzere Tour und heb mir den Hochgern auf.
      Pfia Di Bergmadl

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  2. Hey, sehr schöne Tour hast du da gemacht! Wenn ich mal in die Chiemgauer fahre, werde ich sie mir nochmal genauer anschauen.

    Gruß

    Rebecca

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    1. Griaß Di,

      Danke.
      Das solltest du auf alle Fälle tun, glaubt man oft nicht, das die " Einfachen Chiemgauer" solche Schätze bereithalten...

      Vg Ameranger

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